Urologie Zehlendorf
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Vorsorgeuntersuchungen


Krebserkrankungen in frühen Stadien verursachen meist keine Beschwerden! Vorsorgeuntersuchungen sind hier eine sinnvolle Investition in die eigene Gesundheit: Schlimmstenfalls können sie Leben retten.

Mit möglichst wenig Aufwand und ohne Belastung soll durch die Vorsorgeuntersuchung eine möglichst eindeutige Aussage über das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung erbringen.

Rangfolge der häufigsten Krebserkrankungen beim Mann

1. Die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Europa ist der Prostatakrebs

2. Lungenkrebs, der bisherige langjährige Spitzenreiter

3. Bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes: Dickdarmkrebs, Rektumkrebs und Magenkrebs

4. Das Harnblasenkarzinom

5. Der bösartige Tumor der Niere

Von diesen fünf häufigsten Krebserkrankungen werden allein vier von Urologen erkannt und drei – Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs – auch in eigener Verantwortung komplett behandelt!

Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung berücksichtigt diese Erkenntnisse. Deshalb wird die Tastung der Prostata sowie eine Stuhlprobe von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Durch die Tastung werden allerdings nur zehn Prozent der möglichen Karzinome erkannt!

Eine nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten fundierte Untersuchung beinhaltet darüber hinaus weitere Untersuchungen. Dazu zählen bei der Vorsorgeuntersuchung im Hinblick auf in Prostatakarzinom die Bestimmung des PSA-Wertes (Prostataspezifisches Antigen) sowie die transrektale Prostatasonografie.

Die Kombination dieser Untersuchungsmöglichkeiten hat dazu geführt, dass heute fast 90 Prozent der Prostatakarzinome in Deutschland in heilbarem Stadium erkannt werden.

Die alleinige Tastung der Prostata ergab dagegen nur ein Trefferquote von etwa zehn Prozent.

Das Lungenkarzinom ist durch eine Vorsorgeuntersuchung nicht zu diagnostizieren. Theoretisch müssten regelmäßiger Computertomografien durchgeführt, um Karzinome im frühen heilbaren Stadium zu entdecken. Da dies mit einer erheblichen Strahlenbelastung einhergeht, würde die regelmäßige Untersuchung über gut 20 Jahre wahrscheinlich selbst zu einem Lungenkarzinom führen.

Die Kernspintomografie (Nukleäre Magnetresonanztomografie oder auch MRT) ist für die Untersuchung der Lunge noch nicht perfekt geeignet. Der Bildaufbau dauert so lange, dass die meisten Patienten in der Regel nicht in der Lage sind, eine entsprechend lange Zeit – anderthalb Minuten – die Luft anzuhalten. Durch dieses Einatmen kommt es zu sogenannten Überlangerungsphänomenen, die eine Bildinterpretation durch den Arzt nicht mehr gestatten.