Urologie Zehlendorf
Schuetze

Erektionsstörungen – warum sollte man(n) damit zum Urologen gehen?


Ungefähr fünf Prozent der Männer aus der Altersgruppe zwischen 40 und 50 beklagen eine abnehmende Qualität der Gliedsteife, der Erektion.

Aus der Altersgruppe der 60- bis 70-jährigen und gesunden – sie müssen regelmäßig keinerlei Medikamente nehmen – haben 50 Proznt bereits eine ausgeprägte Erektionsstörung. Bei Männern über 80 sind noch erektionsgesunde Männer eine Seltenheit.

Ursache dieses Prozesses sind zum einen der zunehmende Testosteronmangel des alternden Mannes und zum anderen ein Untergang der Muskulatur im Schwellkörpergewebe des Penis.

Diese Schwäche führt dazu, dass die Funktionsweise des Penis immer mehr eingeschränkt wird. Ob und in wieweit Testosteronmangel diesen Prozess befördert, ist noch nicht hinlänglich durch die Wissenschaft geklärt.

Wesentliche Ursachen neben diesen beiden Grundproblemen sind jedoch alle Erkrankungen, die schlussendlich auch zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen: Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung, Diabetes mellitus, Arteriosklerose.

Wichtig ist das Bewusstsein bei jedem Mann, dass eine nachlassende Erektion ein Warnsignal sein kann. Sie ist unter Umständen ein Hinweis auf schwere, bisher nicht erkannte Grunderkrankungen.

So hatte etwa jeder dritte auf Intensivstationen nach einem Herzinfarkt befragte Mann fünf Jahre zuvor erstmals Erektionsbeschwerden.

Ein Besuch beim Urologen hätte ihm sicherlich nicht die Erektionsstörungen erspart, jedoch hätte man das Grundproblem erkannt, und er wäre wahrscheinlich nicht an einem Herzinfarkt erkrankt.

Eine sorgfältige urologische andrologische Untersuchung ist daher dringend zu empfehlen.

Das Verschreiben von Medikamenten wie Viagra reicht sicher nicht aus.

Therapie
Bei Problemen der Erektion in Abhängigkeit von den Grunderkrankungen gibt es heute ausgezeichnete Therapien, den Patienten wieder zu einem erfüllten Sexualleben zu verhelfen.

Bekannt sind die Medikamente wie Viagra, Levitra und Cialis, weniger bekannt sind bedarfsadaptierte Injektionen von Prostaglandin E1 in die Schwellkörper.

Auch Vakuumerektionshilfen werden erfolgreich eingesetzt. Bei extrem schwierigen Fällen bieten wir die Möglichkeit, durch Implantation einer Schwellkörperpenisprothese den Patienten zu helfen.

Grundsätzlich ist jedoch vor dem Verschreiben irgendwelcher Medikamente die Ursache sicher zu ergründen.

Kosten
Obwohl die Ursachen vielfältiger Natur sind und zu gravierenden Schädigungen der Gesundheit des Mannes in anderen Bereich führen können, stellt sich die gesetzliche Versicherung auf den durchaus vertretbaren Standpunkt, dass Sexualität in den Bereich der privaten Lebensgestaltung gehört.

Daher werden etwa Präparate wie Viagra nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.