Urologie Zehlendorf
Schuetze

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Liebe Patientin, lieber Patient, hier nun einige interessante Mitteilungen der verschiedenen Fachgesellschaften AUA (American Urological Association) und der EAU (European Association of Urology) und der internationalen Presse zum Thema “Urologie”.  Die Texte werden im Original dargestellt, vorab eine kurze Übersetzung und ein Kommentar meinerseits

Sport ist nützlich für Männer, die antihormonell wegen Prostatkarzinom behandelt werden

Gardner JR et al: Effects of excercise on treatment related  adverse effects for patients with prostate cancer receiving androgen deprivation therapy: a systematic review. J Clin. Oncol 2014:32:335-3465

Alpha-blocker haben keinen Einfluss auf die Sexualfunktion

Fwu CW et al: Change in sexual function in men with lower urinary tract symptoms/benign prostaic hyperplasianassociates withnlong term treatmentnwith DOXAZOSIN, FINASTERID and combined therapy. J Urol. 2014;191;1828-1834

Beschwerden beim Wasserlassen werden in nur 50% der Fälle im Laufe der Zeit bestehen bleiben. Maserejian NN et al: Treatmen status and progression or regression of lower urinary tract symptoms in a general adult population. J Urol. 2014;191:107-113 Beschwerden im unteren Harntrakt ändern sich im Laufe der Zeit sehr stark Martin S, Lange K et al:Risk factors for progression or improvement of lower urinary tract symptoms in a prospectve cohort of men. J Urol. 2014;191:130-137 Körperliche Ertüchtigung scheint der üblichen medizinischen Versorgung, d.h. Tabletten schlucken, bzgl. der Überlebensverlängerung gleichwertig! Naci H, Ioannidias JP: Comparative Effectiveness of excercise and drug interventions on mortality outcomes: Metaepidemiological Study. BJM 2013;347:5577 ff Kommentar:Über 3390000 Menschen wurden in insgesmat 16 Studin untersucht zur Frage, wie es sich mit dem risiko der koronaren herzkrankheit, dem Schlaganfall, der Herzinsuffiziens und der Vermeidung von Diabtes verhält – siehe da: wären wir normalgewichtig bzw nicgt fett, würden jeden 2 Tage Sport treiben und nicht Ziaretten rauchen, so könnten wir dei meisten Volkskrankheiten vermeiden und Milliarden an Euros sparen Der SPIEGEL: Radikale Entfernung der Prostata ist ein umstrittener, wenn nicht fragwüdiger Eingriff http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/prostatakrebs-entfernung-der-prostata-ist-ein-umstrittener-eingriff-a-964313.html Kommentar: Sehr lesenswerter Artikel der in der Tat alle Dilemma der Frage der richtigen Vorgehensweise beim Problem Prostatakarzinomm beleuchtet. Schlussendlich ist es immer eine individuelle Frage, wie weit man gehen möchte in Diagnose und Therapie. Geld kostet es auch, welch Überraschung! Die Radikale Prostatektomie ist sicherer mit dem DaVinci-Roboter als die offene Variante Liu JJ et al: Perioperative outcomes for laparoscopic and robotic compared with open prostatetomy using the National SurgicalQuality Improvement Program Database . Urology 2013;82:579-685 Kommemtar: In Deutschland ist dies anders, wen wunderts: dank der Finanzlage haben wir den Roboter kaum zur Verfügung, somit darf nicht sein, was offensichtlich ist: der Roboter ist besser! Tägliche Einnahme von Tadalafil (einem Abkömmling des Viagra) hilft auch bei klassischen “Prostatabeschwerden” Brock G, Broderick G et al: Tadalafil once daily in the treatment of LUTS suggestive of BPH in men without erectile dysfunction. BJU Int. 2013:112:990-997 Kommentar: Problem: Keine Versicherung bezahlt diese Behandlung, da immer vermutet wird, es gehe um die Sexualität, nicht die Miktion! Vitamin E Gabe als Nahrungsergänzug kann den funktionellen Abbau bei Alzheimer Patienten verlangsamen Dysken MW, Sano M et al: Effect of vitamine E and Metamine on functional decline in Alzheimer´s disease: The TEAM-AD Va Cooperative radomized Trial. JAMA 2014:311:33-44 Kommentar. Derartige Ergebnisse sind mit Vorsicht zu geniessen, in jedem falle muss das individuelle Risiko abgewogen werden! bekanntlich erhöhen hohe gaben von Vitamin E das Herzinfakrtrisiko! Die Kombination aus Vardenafil und Testosteron ist sicher und wirksam in der Behandlung erektionsschwacher Männer mit Testosterondefizit, bei denen Testosteron allein nicht mehr wirkt Yassin DJ, Yassin AA et al: Combined testosterone and Vardenafil treatment for restoring erectile function in hypogonadal men who fail to respond to testosterone therapy alone. J. Sex. med. 2013; e Pub ahead of time Eine niedrig dosierte Multivitamintablette tgl. genommen reduziert auch bei sonst gesunden Männern das Risiko, an Krebs zu erkranken – selbst bei denen, die in der Vorgeschichte bereits an einem Karzinom litten! Gaziano M, Sasso HD et al: Multivitamins in the prevention of cancer in men: the Physicians´ Health Study II Randomized controlled trial. JAMA 2012;308:1871-1880 Kommentar: Offensichtlich nutzen gering dosierte Vitamine doch erheblich, 9% weniger Prostatakarzinom  sind sehrerfreulich. 1 Brausetablette am Tag ist auch kein Aufwand! Wer Gewicht abnehmen will, muss nur den Alkoholkonsum reduzieren, auf gesüsste Getränke wie z.B. Cola verzichten sowie den Genuss von Fruchtsäften reduzieren – allein dadurch wird man mehrere Kilogramm binnen Jahresfrist verlieren Nielsen SJ, Kit BK et al.: Calories consumed from alcoholic beverages by US adults. NCHS Data Brief 2012;110 (November) online Kommentar: Manchmal sind die Weisheiten recht simple: der Bierbauch ist schon sprichwörtlich! Nun ist es wissenschaftlich untermauert – keinen Alkohol über Monate trinken, und schon wird man abnehmen! PSA gesteuertes  screening senkt die Sterberate an Prostatakarzinomen Schröder FH et al: Prostate-Canccer mortality at 11 years of  follow-up. N Eng. J Med. 2012;366:981-990 Kommentar: Die Untersuchungsergebniss der großen europäischen Studie (ERSCPC) belegen mit zunehmender Studiendauer immer mehr den Wert des PSA screeniungs. Natürlich müssen wir noch weitere 10 Jahre warten, bis das Endergebnis klar sein wird. Dies liegt an der langen Dauer  der Krebsentwicklung! Chirurgie zur Umgehung des Magens bewirkt nicht nur deutliche Gewichtsabnahme, sondern erhöht auch signifikant den Testosteronspiegel des Mannes Woofard G et al: Effects of Rou-e-Y-Gestric bypass on testosterone and prostatic-specific-antigen. Br. J. Surg. 2012;899:693-698 Kommentar: Im Fettgewebe des Mannes wird aus testosteron Östradiol, d.h. männliches zum weiblichen Hormon.  Weibliche Hormone erhöhen wiederum den Fettansatz, ein Teufelskreis. PSA ist bei übergewichtigen niedriger im Blut, da es offensichtlich partiell im Fett zwischengelagert wird. Robotor assitierte radikale Prostatektomie ist nicht besser als konventionelle offene Chirurgie bzgl. der gravierenden Nebenwirkungen “Impootenz” und “Inkontinenz”   Barry MJ et al: Adverse affects of robotic-assisted laparoscopic versus open radical retropubic prostatectomy among a nationwide random sample of Medicare-age men. J. Clin. Oncol. 2012;30:513-518 Die Studie zeigt dass die robotorassistieret laparoskopische radikale Prostatektomie der klassischen offenen, mit Leibschnitt durchgeführten Operation weder bzgl. der Rate an Kontinenz noch der Rate an Potenzerhalt überlegen ist   Kommentar: Noch spielt der Chirug die entscheidende Rolle, in 10 Jahren wird kaum mehr offen operiert werde. Auch Gallenoperationen werden nicht mehr mit Leibschnitt gemacht. Die alten Chefärzte, die neue Techniken nicht lernen wollen und /oder können, sind erfreut, auf Dauer ist aber der Fortschritt nicht aufzuhalten. Laptop-Computer auf des Schoß schaden nicht der Fruchtbarkeit Avendano C et al: Use of Laptop Computers connected to internet through Wi-Fi decreases humjan sperm motility and increases sperm DNA fragmentation. Fert. Sterl. 2012;97:39-45   Ex vivo Exposition von Spermien zu Wi-Fi senkt die Spermienmotilität und erhöht die Rate der DNA Fragmentation, die Lebensfähigkeit wird nicht beeinträchtigt. Kommentar: Klassische Studie, die im LAbor an sich widersprüchliche Ergebnisse zeigt, die aber in der Natur kaum reproduzierbar wäre.       10.07.2012 Liebe Patientin, lieber Patient, hier ein schöner Beitrag aus dem “Spiegel”, den ich Ihnen nicht verheimlichen möchte. “Es gibt Momente im Leben, die brennen sich ein: der erste Kuss. Das erste Bier. Und der erste Gang zum Urologen. Spätestens, wenn Männer aber einer Ärztin gegenüber sitzen, hört für die meisten der Spaß auf. Jens Lubbadeh findet: Stellt Euch nicht so an, Jungs!” mehr »


Herzgesundheit = Gesamtgesundheit Mc Coullough ML et al: Following cancer prevention guidelines reduces the risk of cancer, cardiovascular dieseas, and all cause mortality. CNACER EPIDEMIOLOG BIOMARKES PREV 2011;20:1089-1097 Ein Normalgewicht (Körpergröße minus 100 = Gewicht in kg)  und ausgewogenen Diät (kein Zigerattenrauch), regelmässige körperliche Ertüchtigung (5 mal die Woche 30 Minuten) und wenig Alkohol (Frau 1 Drink, Mann max 2 Drinks) reduzieren das Risko der Krebsentstehung, ALLER Herzerkrankungen und das Risiko, an den o.g. Erkrankungen zu versterben. Kommentar: Dies erscheint extrem banal, ist aber erstmals in der Tat bewiesen.  Würde dies befolgt werden, wäre das Krankenkassensystem extrem weniger belastet. Weniger essen, nicht rauchen, wenig Alkohol trinken – all das kostet kein Geld. 30 Minuten radfahren wohl auch recht wenig. Kaffeegenuss reduziert das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken Wilson MK et al.: Coffee consumption and prostate cancer risk and progression in the health professionals flow-up study. J Natl Cancer Inst. 2011:103-876-884 Männer, die mehr als 6 Tassen Kaffee am Tag trinken haben ein geringeres Risiko, Prostatakrebs zu entwickeln. Kommentar: Interessante Studie, allein ist der Focus ausschliesslich auf die Prostata gerichtet und die möglichen Risiken bzgl. Magen-Darm-Trakt und Bluthochdruck bleiben unberücksichtigt. Wer aber schon erkrankt ist, kann getrost Kaffe in hohen Mengen trinken, zumindest schadet es nicht! Der PSA-Test soll als Vorsorgeuntersuchung in den USA abgeschafft werden berichtet “DER SPIEGEL” http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/a-790439.html Kommentar: An diesem Artikel offenbart sich ein grundsätzliches Verständnisproblem: was soll den mit einer Reihenuntersuchung (“screening”) erreicht werden? Eine Verbesserung der Lebenserwartung der untersuchten Menschen? Ende 1980-Jahre widmenten sich englische Statistiker und Epidemiologen der Frage: welche Auswirkung hätte es , wenn man ALLE Prostatakarzinome ALLER männlichen Einwohner des  Vereinigten Königreiches rechtzeitig entdecken und dann auch erfolgreichen therapieren würde, so dass KEIN EINZIGER Mann mehr am Prostatakarzinom sterben würde? Das Ergebnis war ernüchternd: die Lebenserwartung würde um ca. 3 Monate steigen! Die Kosten wären naturgemäß immens und kaum kalkulierbar. Wieso ist denn die Lebenserwartung in den westlichen Industrienationin den Jahren von 1870 bis in die letzten Dezennien der vergangenen Dekade so gestiegen? Seuchenhygeinische Massnahmen wie in erster Linie sauberes Trinkwasser und gute, reichhaltige, proteinreiche Ernährung waren der Schlüssel zum Erfolg. Die Medizin war nur im Rahmen der präventiven Impfungen gegen Kinderkrankheiten von Bedeutung.  Das zu beobachtende Längenwachstum der jungen Männer und die Vorverlegung der Menarche bei Mädchen in das 11. bis 12. Lebensjahr  im Vergleich zum 16. – 17. Lebensjahr vor 100 Jahren ist Ausdruck der proteinreichen Ernährung. Der Abfall der Lebenserwartung in der ehemaligen Sowjetunion nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Zwangssystems geht ursächlich auf gleiche Faktoren mit umgedrehten Vorzeichen zurück: Mangelernährung, Fehlernährung, Alkoholismus und mangelhafte hygienische Verhältnisse. In der westlichen Welt ist nun jedoch auch schon die Kehrseite der Medallie “reichhaltige Ernährung” zu erkennen: die massive Überernährung.  Die Anzahl fettleibiger Kinder in den USA  und auch in Europa – Spitzenreiter Italien trotz der angeblich segensreichen “mediterranen Diät” – und die Welle von juvenilem Diabetes als Folge einer zuckerreichen, hochkalorischen Diät  bei gleichzeitigem Mangel an Bewegung sind Vorboten einer Katastrophe für unser auf “Reparatur” getrimmtes Gesundheitswesen. Das Längenwachstum der jungen Männer ist in den USA bereits rückläufig! Fettleibigkeit ist einer der wesentlichen Riskofaktoren für  Herz-Kreislauferkrankungen aber auch für viele Karzinomerkrankungen, insbesondere Nierenzellkarzinom und Prostatakarzinom. Screeninguntersuchungen zur Frage des Prostatakarzinoms werden insbesondere vor diesem Hintergrund nicht in der Lage sein, einen Beitrag zur Lebensverlängerung der Bevölkerung zu leisten. Warum kommt nun diese Diskussion in den USA auf, wo doch die Fakten längst bekannt sind? Hier zeigt sich, wie sehr dieFinanzkrise in alle Lebensbereiche eingreift. Die grundsätzliche Frage, die in den USA von der Regierung Obama zu beantworten ist, lautet: wieviel Gesundheitswesen können wir uns leisten, wenn wir eine allgemeine Krankenversicherung für alle Bürger einführen? Hierbei wird klar, dass ein Land, dass seine Schulden ausschliesslich durch das Drucken von Geld finanziert, äußerst sparsam sein muss. In Anbetracht der sozioökonomischen Daten darf die US-amerikanische high-tech. Medizin nicht ausgedehnt werden, da dies einfach nicht bezahlbar ist – “alternativlos” nennt Frau Merkel so etwas. Das Prostatakrebsrisiko ist besonders hoch bei schwarzen US-Bürgern und bei stark übergewichtigen Menschen jedweder ethnischen Herkunft. Beide Gruppen wiederum sind besonders stark vertreten in der Bevölkerungsschicht, für die Herr Obama einen Versicherungsschutz einführen will – wohl wissend, dass diese Gruppen keinen finanziellen Beitrag leisten werden. Somit ist klar, welches Ergebnis die Wissenschaft zu Tage zu fördern hat. Und wo steht denn nun der PSA Wert? Jder Mann muss sich fragen, was es ihm Wert ist, zu leben. Die PSA-Testung hat dazu geführt, dass nunmmehr die Rate der neuentdeckten Prostatakarzinome rasant steigt, gleichzeitig die Letalität der Erkrankung sinkt. Regelmäässige Untersuchungen werden dazu führen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach der Krebs rechtzeitig entdeckt wird und der betroffene Mann nicht wegen des Prostatakarzinoms stirbt. Für das Gesamttüberleben der deutschen oder amerikanischen Männer hat das keine wirkliche Bedeutung: allein, wir leben nicht mehr unter der Devise “Du bist Nichst, dein Volk ist alles” und sollten uns überlegen, ob wir nicht Risiken ausschliessen wollen, die wir ausschliessen können. Derjenige, der sich beim Autfahren anschnallt sollte auch zur Vorsorge gehen und ich wünsche, dass er am Ende seiner Tage sagt, beides war komplett überflüssig! Aspirin wirkt gegen die Entstehung des Dickdarmkarzinoms:  es scheint eine vorbeugende Wirkung zu haben im Falle der Dickdarmkarzinome, zur Vorbeugung gegen urologische Karzinome ist es jedoch scheinbar nicht geeignet. Rothwell PM et al.: Effect of daily aspirin on long-term risk of death due to cancer: analysis of individual patient data from randomized trials. LANCET 2011;377:31-41 Kommentar: 100mg Aspirin beugt dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall vor, es scheint auch die Entwicklung des Dickdarmkrebses zu be – oder verhindern. Vorsicht ist geboten! Magen und -Darmblutungen  bzw. deren Risiko müssen in Betracht gezogen werden Varicocelenoperation verbessert nicht nur die Qualität des Spermas, sondern auch die Schwangerschaftsrate Abdel-Meguid TA et al: Does varicocele repair improve male infertility? An evidence based perspective from a randimized, controlled trial. Eur. Urology 2010;59:455-461 Kommentar: Bei jedem Kinderwunschpaar ist eine sorgfältige Hodensonographie unabdingbar. Dies kann auch kleine Varicocelen aufdecken, deren Operation wiederum die Chance auf ein Kind deutlich erhöht PSA Testung zwischen 45 – 50 Jahren hat einen extrem hohen Vorhersagewert für die Frage, ob der Mann 20-30 Jahre später ein Prostatakarzinom entwickeln wird. Bei einem PSA < 0,5ng/ml war das Risiko fast NULL, bei einem Wert des PSA > 1,5 ng/ml bestand ein extrem hohes Risko, 30 Jahre später ein sehr aggresives Prostatakarzinom zu entwickeln. Lilja et al: Prediction of significant prostate cancer diagnosed 20- 30 years later with asingle measure of Prostate Specific Antigen at or before age 50. Cancer 2011;117:1210-1219 Kommentar: Die Diskussion bzgl. der Stellung des PSA Wertes wird vertieft: offensichtlich hilft eine frühe Messung erheblich dabei, das individuelle Risiko einzuschätzen. Jeder mann von 50 Jahren MUSS seinen PSA Wert kennen! Statine (z.B Simvastatin) senken das Risiko ein Prostatakarzinom zu entwickeln, senken das Risiko, dass nach erfolgter Therapie das Karzinom zurück kehrt und verringern die Tumoraggressivität Mondul et al: Association of statine use with pathological tumor characteristics and prostate cancer recurrende after surgery. J.Urol. 2011;185:1268-1273 Kommentar: “Herzgesund ist Prostatagesund” – Simvastatin und seine Vergleichspräparate sind die einzige Gruppe von Medikamenten, die einen fast nebenwirkungsfreien positiven Einfluss auf das Krebgeschehen haben Statine senken wahrscheinlich das Prostatakarzinomrisiko Kommentar: “Herzgesund ist Prostatagesund” sagt Marc Moyad – auch hier in dieser Studie zeigt sich die Weisheit dieses Satzes.

Statins May Reduce Prostate Cancer Risk.

Reuters (6/1, Pittman) reported that taking cholesterol-lowering statins are less likely to develop prostate cancer than many not on the medication, according to a study in the Journal of Urology. Researchers reviewed medical data on more than 4,000 men who had a biopsy to test for prostate cancer between 2000 and 2007. About 1,000 of the men were taking statins, and after their biopsies, 55 percent of them were diagnosed with prostate cancer compared to 58 percent of the 3,000 who were not taking statins

PSA Reihenuntersuchungen von 50 Jahren bis 50 Jahren haben einen hohen Vorhersagewert bzgl. der Frage, ob der Mann ein Prostatakarziniom bekommt. Kommentar: Hier nun haben die Schweden bewiesen, was schon lange bekannt war: der Anstieg des PSA in der Zeit ermöglicht es uns heutzutage mit hoher Gewissheit den richtigen Patienten für die Biopsie und dann auch heilende Therapie zu bestimmen.Wer erst mit 60 JAhren seinen PSA Wert erfährt, für den ist dieser enorme Vorteil aber verspielt

PSA Screening Before Age 50 May Best Predict Prostate Cancer Mortality Risk.

Bloomberg News (5/19, Langreth) reports that prostate cancer screening “starting from ages 44 to 50 can rule out the risk of dying in half of men” and may help “reduce unnecessary tests and treatment,” according to findings slated to be presented at a physicians’ meeting and released Wednesday in summary form. The analysis of blood samples “donated in the 1970s by 12,090 Swedish men, showed that 44 percent of prostate cancer deaths in the ensuing years occurred in 10 percent of men with the highest levels of PSA.”

The Wall Street Journal (5/19, Gryta, Subscription Publication) reported that the study, which was also detailed at the recent American Urological Association meeting, determined that because PSA screenings are so accurate, about half of men need only be tested three times during their lives. HealthDay (5/18, Preidt) also covered the story

Übergewicht senkt die Überlebenschancen bei Prostatakarzinom Kommentar: Eine hoch interessante Arbeit, die sich nahtlos in die Erkenntnisse, siehe unten, zum Thema Ernährung, Fettsäuren etc. einreiht. “Herzgesund ist Prostatagesund”, dies gilt sowohl in der Frage der Inzidenz wie auch der Frage des Überlebens!

Being Overweight May Limit Chance Of Surviving Prostate Cancer.

The UK’s Telegraph (5/16, Adams) reports that “being overweight can limit a man’s chance of surviving prostate cancer,” according to a study presented at the American Urological Association’s annual conference. Investigators looked at “287 men whose diseased prostates had been removed, who had then seen cancer return.” The study participants had all received androgen deprivation therapy. The researchers found that “those who were obese were three times more likely to have seen the returning cancer spread beyond the prostate after five years as those of a healthy weight

Die Prostatavergrößerung (BPH) ist nicht mit dem Prostatakarzinom verknüpft Kommentar: Diese Studie ist extrem wichtig, unterstreicht sie doch abermals die Tatsache, dass das Prostatakarzinom keinerlei Symptome macht! Einzig die Untersuchung duch den Arzt unter Einschluss der PSA-Bestimmung helfen bei der rechtzeitigen Entdeckung!

Enlarged Prostate Not Associated With Prostate Cancer Risk, Study Finds.

The San Antonio Express (5/12) reports, “Despite the recommendations of some health groups, the symptoms of an enlarged prostate are not associated with the risk of prostate cancer, according to new data from the Prostate Cancer Prevention Trial, a decade-long study of almost 19,000″ patients. The data suggest that “men and their physicians should instead look to a combination of PSA levels and other factors when assessing prostate cancer risk,” said trial leader Dr. Ian M. Thompson Jr., director of the Cancer Therapy & Research Center at the University of Texas Health Science Center. This means, “you cannot rely on symptoms,” Dr. Thompson noted. To find prostate cancer early, “you must examine the patient and measure PSA levels.” The study was published online last week in the American Journal of Epidemiology

Das Krebsrisiko steigt allein durch die Tatsache, dass der Patient einen Diabetes mellitus hat Kommentar:Es ist extrem schwierig, derartige Aussagen mit hoher Sicherheit zu treffen, da die Erhebnbung der Quelldaten, allso der Daten, auf denen das gesamte Rechenwerk basiert, starken Qualitässchwankungen unterliegt. Deutschland z.B. hat nicht einmal ein zentrales Krebsregister. Nichtsdestotrotz zeigt es erneut die Bedeutung des interdiziplinären Blickes. Wenn man bedenkt, dass die meisten Diabetes mellitus Typ 2 Fälle durch Überernährung bedingt sind betont die Studie vielleicht nur die Tatsache, dass auch Krebsleiden Folge von Fehlernährung sind – beim Nierenzellkarzinom ist der Zusammenhang von Fettleibigkeit und Tumorinzidenz bewiesen.

People With Diabetes May Have 10 Percent Risk For Developing Cancer.

Reuters (5/12, Grens) reported that individuals with diabetes are at higher risk for certain cancers than those without the metabolic disease, according to a study published in Diabetes Care. In a poll of roughly 400,000 adults, 16 out of every 100 diabetic men and 17 out of every 100 diabetic women said they had cancer. In contrast, only seven per 100 men and 10 per 100 women had cancer without concurrent diabetes. After taking into account factors such as age, race, and smoking and drinking habits, the study team estimated that people with diabetes had a 10 percent greater likelihood for a cancer diagnosis of any type

Testosterongabe kann die Libido sowohl des Mannes als auch der Frau verbessern! Kommentar: Der Zusammenhang bei beiden Geschlechtern ist längst bekannt, nicht geklärt sind jedoch die Nebenwirkungen bei der Frau, insbesondere was Körperbehaarung und Aknebildung angeht. Merke: Nicht alles, was “neu” ist, ist wirklich eine Neuigkeit und nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll! Könnte es sein, dass die FDA-Zulassung für Testosterongel in den USA die Ursache dieser Meldung ist?

Testosterone Treatment May Boost Sexual Libido In Men, Women.

The Los Angeles Times /HealthKey (5/2, Mascarelli) reports that testosterone plays a major role in setting the pace for middle aged men and women’s sex drive. “Testosterone treatment for men and women can help restore the hormone to a level that will push the sexual accelerator.” Male patients “have a number of options for treating low testosterone, including the topical gels Testim and AndroGel.” The Food and Drug Administration has not approved any testosterone treatments for female patients, although a “topical gel, called LibiGel, is in advanced clinical trials.”

Abbott Receives FDA Clearance For New Testosterone Gel.

The AP (4/29) reported Abbott Laboratories said Friday that it received Food and Drug Administration “approval for a new, more potent formulation of its testosterone gel.” The new “Androgel 1.62 percent formula delivers 40.5 milligrams of gel in two pumps of the canister. The older, Androgel 1 percent formulation included 50 milligrams in four pumps.” Ein hoher Blutspiegel an Omega-3-Fettsäuren scheit das Risiko für Prostatakrebs zu erh öhen Kommentar: Es ist seit geraumer Zeit bekannt, dass Fettsäuren der Hauptenergielieferant des Prostatakarzinoms sind. Eine Bildgebung, der 11-Cholin-PET-CT-Test, basiert darauf! Ungesättigte Fettsäuren andererseits sind wesentlich “gefäßgesünder” und “herzgesünder” als die ungesättigten Fettsäuren, d.h. Olivenöl und Fischöl sind besser als Butter. Sollen wir nun  auf die Aufnahme der ungesättigten Fettsäuren verzichten? Dies ist ein schönes Beispiel dafür, dass der Mensch als Mischkostverwerter eine ausgewogene Ernährung einhalten soll, Extreme sind zu meiden!

High DHA Levels May Significantly Increase Aggressive Prostate Cancer Risk.

The New York Times (5/3, D6, Rabin, Subscription Publication) Vital Signs column reports that men with “high blood levels of the omega-3 fat docosahexaenoic acid, or DHA, were at significantly greater risk for aggressive prostate cancer,” according to a study published online April 24 in The American Journal of Epidemiology. The researchers “examined the association between fatty acids in the blood and prostate cancer prevalence among participants in the Prostate Cancer Prevention Trial. Their analysis matched 1,658 participants ages 55 to 84 with 1,803 controls for comparison.” They found that men with the “highest blood DHA levels were 2.5-times more likely to develop high-grade, aggressive prostate cancer than those with the lowest DHA levels.”